Atelierhaus
Atelierhaus
Entwurf eines Atelierhauses
Wir stellen fest: Die gegenwärtige Architektur schafft es heute kaum noch, ihren Bauwerken Ausdruck zu verleihen. Wichtige Grundelemente der Baukunst, welche einem Gebäude zu Gestalt und Ordnung verhelfen, scheinen verloren gegangen. Die Auseinandersetzung mit diesem Verlust scheint in der Architekturpraxis immer weiter an Bedeutung zu verlieren. Um dieser Symptomatik entgegenzuwirken, tut es not, den Architekten durch die Taufe der künstlerischen Arbeit in sein Handwerk einzuweihen, oder vielmehr den denkenden Handwerker durch das Bereitstellen einer ideellen Grundlage in seiner gestalterischen Verantwortung ernst zu nehmen.
Um diesen Gedankenaustausch ins Werk zu setzen, schlage ich einen Komplex aus Ausstellungsräumen, Atelierhaus und Werkstatt in der voralpinen Region vor. Eine Gliederung des künstlerischen Arbeitens identifiziert drei Sphären, welche einer räumlichen Fassung bedürfen: die körperliche Arbeit in der in den Boden eingegrabenen Werkstatt, die Kunstrezeption in der Ausstellungshalle und die gedankliche Auseinandersetzung in den Ateliers des Obergeschosses. Die Theatralik der Konstruktion formuliert Ausblicke und Lichtführung, welche für die einzelnen Geschosse charakteristisch werden und deren Atmosphäre bedingen.
Um diese Prozesse zu ordnen, ist eine lineare Struktur mit einfacher Erschließung notwendig. Um den Anforderungen des flussnahen Baus und seiner Expressivität Rechnung tragen zu können, wird der Baustoff Beton bemüht. Ein Ort des künstlerischen (Zusammen-)Arbeitens entsteht – ein Ort, an dem sich eine technische Gegebenheit auf den Weg machen kann, hin zu einem künstlerischen Resultat.
Autor: Jakob Albrecht













